Gaga-Sommer

Dieser Sommer scheint endlos – ist er endlos? Schon den dritten Monat haben wir Dauerhitze und extreme Trockenheit, so dass wir inzwischen schon sagen: „Heute sind NUR 26 Grad…“ Das Wetter ist Gesprächsthema Nummer eins und beschäftigt alle.
In den Dörfern rundum brennen die Felder, ausgelöst durch Mähdrescher, letztes Wochenende allein 14 Brände hier in der Gegend. Das Dorf, in dem der Schatz aufgewachsen ist, entkam knapp einer Katastrophe, nur ein paar Meter vor den ersten Häusern konnte das Feuer gelöscht werden. Puh!

Wir haben den Rasen aufgegeben und gießen nur noch die Blumen und Bäume, die uns wichtig sind.

Hier läßt es sich noch aushalten. Ich fahre inzwischen meistens mit dem Rad zur Arbeit (meine Physiotherapeutin ist begeistert!), und wenn ich einen Arbeitstag plus 25 km Radfahren hinter mir habe, dann möchte ich nur noch hier rein und abschnarchen.

Bald kann ich, in der Hängematte liegend, die reifen Birnen abknabbern. Schlaraffenland!

Das ist die Heldin der Arbeit in diesem Jahr! – Die Salatschleuder ist im Dauereinsatz…

Jetzt winkt die Wilde Möhre von jedem Straßenrand! Ihr scheint die Trockenheit nichts auszumachen…

Die Wicken dieses Jahr so – naja… Nicht besonders hoch trotz täglicher Gießkanne, aber sie blühen.

Gestatten: das ist Annabelle – neu in diesem Garten. „Annabelle, ach Annabelle, du bist so herrlich intellektuell…“ – den Reinhard-Mey-Song hab ich beim Gießen immer im Ohr. Sie lässt schnell die Flügel hängen, wenn sie nicht gegossen wird. Eine Diva – wunderschön.

Die hohe Fenchelstaude ist dieses Jahr mein absoluter Favourit im Gartenbeet. Duftet schon wie ein Anisbonbon.

Da geht bald was… Braunfäule wegen Regen sollte dieses Jahr ja wohl kein Thema sein -höhö.

Was vom Futter übrigblieb… Meine Güte, was die kleinen Piepmätze so wegschroten, kam zum Vorschein, als ich den Goldfelberich unter dem Futterhaus wegschnitt. Eine Sonnenblumenkern-Mulchschicht!

Ahhhh! – Das Geheimnis ist gelüftet! Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, was ich da letzten Herbst wohl für zwei Stauden gesetzt habe – jetzt blühen sie und es ist – tada! – der Wiesenknopf. Kaum gepflanzt, schon vergessen – Kopp wie Sieb! Mit dem lila Allium und den lila Cosmeen zusammen sieht das sehr hübsch aus, finde ich.

Beim Nähen schaue ich so auf mein Nähgarn und realisiere, dass es schon ungefähr 30 Jahre alt sein muss, da das Land, das einen „EVP“ auf seine Waren druckte, schon so lange nicht mehr existiert. Kinder, wie die Zeit vergeht…

Wie schräg ist das denn?! -Die Hitze macht inzwischen wohl alle ein bisschen gaga!

Und für alle, die wegen des heißen Wetters stöhnen, hab ich hier ein bisschen visuelle Abkühlung!
So sah es noch vor knapp vier Monaten, also Mitte März, hier aus:

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