Gemütliche Handarbeitszeit

Im Garten wäre zwar noch so einiges zu machen, etwa die Schilf-Stangen entblättern und einlagern (prima Staudenstützen), aber ich hatte absolut keine Lust, bei der Kälte draußen zu arbeiten, außerdem bin ich seit über zwei Wochen schon erkältet und überhaupt – buckelrunterrutsch!


Am Sonntag hatte Petrus ein Einsehen und deckte den stummen Vorwurf da draußen mit einer weißen Schneedecke zu.

Viel lieber sitze ich nadelklappernd auf dem Sofa, es ist nämlich allerbeste Handarbeitszeit! Und träume noch ein wenig von Portugal, hier hatte ich das vor kurzem fertiggestrickte Tuch aus Baumwolle in sechs Farben angefangen…


Jetzt ist es komplett und ich habe noch einen Muschelsaum drum herum gehäkelt. Es trägt sich super.

Das ist mein aktuelles Projekt: Ein Tuch in schönen Wasserfarben für den Schatz. Auch Männerhälse wollen warm eingepackt sein. Es ist aus einem sehr weichen, handgefärbten Merinowolle/Seidengemisch, die Wolle habe ich im Sommer auf dem Rügenmarkt am Wollfratz-Stand entdeckt.
Haha, habe gerade den Spruch auf ihrer Webseite beim Verlinken gelesen: „Wolle kommt von wollen – nicht von brauchen“ – Supermotto!

Danach ist dann dieser Bobbel für das nächste Tuch dran:  Noch mal allerfeinste Wasserfarben. „Ostseestrand“ heißt das Garn von 100 Farbspiele. Passt es nicht herrlich zu der handgetöpferten Tasse vom Rügenmarkt?

In unserer neuen Stricktreff-Gruppe gibt es immer was Interessantes zu sehen. So wie dieser kugelgelagerte Garnabroller, was es nicht alles gibt!

Oder Klöppelspitze!

Die Klöpplerin kann auch Margaretenspitze knüpfen.

Was für ein Gewiggel! Dabei würde ich verrückt werden. Nur etwas für – ähem – geduldige Menschen.

Und im neuen Nähcafé entstehen die tollsten Taschen:

Und gemütlich ist es auch!

Abgearbeitet bis aufs Innenfutter: mein Nadelkissen, das mich schon mindestens 35 Jahre lang begleitet. Die kleinen Chinesen waren mir ans Herz gewachsen…

Aber im Netz ließ sich so etwas nicht wieder finden. Schade! Da inzwischen schon das Stroh auf jede Näharbeit rieselte, musste Ersatz her.

Den ich am Wochenende auf einem Kunsthandwerkermarkt im Wolfenbüttler Schloß fand. Aus straff gewickeltem Filz in wildem Farbmix.

Auch Handarbeit. Was das ist? Na, ein Schneebär!


Tjcha, lieber Garten, da musst du wohl weiterhin allein klar kommen, wir haben alle Hände voll zu tun, in der gemütlichen Handarbeitsstube!

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