Lebenszeichen

Pffff-hffff – hust – so, ich musste erst mal die Spinnweben hier auf dem Blog wegpusten. Du meine Güte, ist mein letzter Beitrag lange her. Monate, in denen sich mein halbes Leben verändert hat.

Was ist passiert? Die Kurzversion: Ich hatte nach über 21 Jahren in der Firma all meinen Mut zusammengenommen und meinen Job gekündigt, der mir in den letzten Jahren mehr Magenschmerzen und schlaflose Nächte als positive Erlebnisse beschert hat. Wann, wenn nicht mit frischen 50 kann man das Ruder noch mal rumdrehen und neu anfangen? Gedacht – getan. Als Ironie des Schicksals verhob ich mich am Abschiedsgeschenk der Firma, einer monströs schweren Blumenschale, während ich sie die Treppe hinuntertrug. Es folgten Monate schlimmster Schmerzen in Rücken und Bein, Tränen der Verzweiflung und die Kündigung während der Probezeit im neuen Job.

So wie Findus hier fühlte ich mich meistens. Und habe genau wie er liebevolle Menschen an meiner Seite, die mir Sicherheit geben und helfen, mit der Situation klarzukommen.

Jetzt schaue ich nur noch nach vorn und gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich in absehbarer Zeit Schmerzen und Arbeitslosigkeit hinter mir lassen kann. Ich möchte so gern wieder durchstarten.

Nähtherapie

Da die Fingerchen und der Kopf immer was zu tun haben wollen, habe ich immer, wenn ich mal kurz auf dem Popo sitzen konnte, eine Naht auf der Nähmaschine gezogen. So entstand unter anderem dieses Kleid hier, das Schnittmuster Chloe wollte ich schon seit Jahren mal ausprobieren und nun hatte ich Lust dazu.

Bloggen vs. Instagram

Vor einiger Zeit habe ich angefangen, auf Instagram (@diewildemoehre) zu posten, wie so viele Blogger. Ein Foto mit dem Handy ist schnell gemacht, ein paar Worte und Hashtags dazu getippt und zack ist es schon online.
Ein Blogbeitrag braucht schon mehr Zeit und Mühe. Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Bloggerkolleginnen komplett zu Insta abgewandert sind, auch wenn ich deren Blogs wirklich hinterhertrauere. Nach ein paar Jahren Bloggen kommt wohl jede von uns an den Punkt, an dem wir uns fragen, wofür wir das eigentlich machen, worüber wir noch schreiben können und ob das überhaupt irgend jemand da draußen wahrnimmt. Und mitten in dieser Krise kriegen wir dann eine liebe Mail von einer stillen Leserin, die sich erkundigt, ob alles ok ist, und schon ist die Motivation wieder da. Danke, liebe Kathrin aus Brandenburg! 🙂

Da ich viel Resonanz auf meine Buchrezensionen bekomme, gibts heute mal wieder eine Empfehlung von mir: Das kleine, aber feine gezeichnete Kochbuch der großartigen Illustratorin Kat Menschik „Essen essen“.
Liebevoll gezeichnete Lieblingsrezepte ohne Chichi und kleine Geschichten rund um die Gerichte sind unterhaltsam und nachkochbar. Ein wunderbares Geschenkbuch, wie ich finde. Seht selbst!

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7 Gedanken zu „Lebenszeichen

  1. Juchuuuuuuuuuuuuu!!!! Ich freu mich so, hier wieder von Dir zu lesen und ich freu mich auch ein wenig über mich, dass ich Dir den „Anschupser“ verpasst habe. Ich drück die Daumen, dass bald wieder alles so wird, wie Du es Dir wünscht. Du schaffst das!!! Ich sende Dir bald mal Bilder von unserem Wildwuchs 🙂
    Liebe Grüße von Kathrin aus Brandenburg

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  2. Ohje, was für eine Geschichte! Jetzt komme ich auch mal wieder hier in Deinem Blog vorbei. Und ich drücke Dir die Daumen, irgendwas findet sich bestimmt in absehbarer Zeit. Manchmal ist Aussteigen der bessere Weg und es tut sich ein ganz neuer, anderer Weg auf.

    Was Instagram betrifft, sehe ich das nicht ganz so. Denn zwar sind die Posts auf Instagram nur kurz, aber der Aufwand ist immens, wenn man seine Leser halten will, denn die springen immer gleich ab, wenn man nicht regelmäßig postet oder fleißig kommentiert. Und kommentiere mal stundenlang am Handy. Also meine Augen streiken da irgendwann und deshalb bin ich da auch nicht mehr so viel wie anfangs aktiv. Bloggen finde ich dann doch weniger zeitintensiv, da ich schnell schreibe und die Fotos einbinden, naja, wenn man das jahrelang praktiziert hat, geht es schnell von der Hand.

    Die meisten, die ihre Blogs schlossen, hatten Angst wegen der neuen Verordnung bzw. diese war oft nur ein Vorwand, weil sie eh keine Lust mehr zum Bloggen hatten. 😉 Nach 4 Jahren ist bei den meisten erfahrungsgemäß die Luft raus. Ich blogge ja von Beginn der Blogs an und habe viele Beobachtungen angestellt. Es gibt nur wenige Hardcore-Blogger wie unsereins, die 10 oder viel mehr Jahre dabei sind. Schaut jedenfalls nett aus das Buch … manchmal nehme ich etwas aus einem Öffentl. Bücherschrank oder einem Brocki mit, das wandert dann aber bei der nächsten Gelegenheit weiter, denn neue Bücher finden kaum noch zu mir, ich baue meinen Bestand inzwischen ab. Es sind zwar immer noch zu viele, aber es wird weniger …

    Liebe Grüße und gute Besserung weiterhin
    Sara

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  3. Hallo Annett,
    die besten Wünsche für die nähere und fernere Zukunft und vor allem auch Gratulation zu dem Mut, den du mit deinem Schritt bewiesen hast.
    Es tut mir sehr leid, dass du darunter leiden musstest.
    Ich möchte dich ermutigen, deinen Blog fortzusetzen. Er ist mir immer eine große Freude. So hatte ich mich auch gefragt, warum so lange nichts zu hören/lesen war. Aber ich dachte du machst einfach mal ein Weilchen etwas anderes. Mach weiter, du wirst sehr deutlich wahrgenommen.
    Tobias

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    • Ups, musste erst mal schlucken bei deinen Worten, lieber unbekannter Tobias… Dankeschön für den Zuspruch!
      Das mit dem Mut habe ich oft gehört, sehr ungewohnt für mich. Bin ich doch für meine Ängstlichkeit bekannt 😉. Aber hier ging nicht die sprichwörtliche Kuh aufs Eis, sondern der Mut der Verzweiflung war am Werk. Ich WOLLTE einfach nicht mehr, und das schon lange, und mit jeder Faser meines Herzens. Dann traut man sich auch. Und ich habe den Schritt trotz allem nicht bereut. Den Blog schreibe ich weiter (wenn mir was einfällt, über das ich noch schreiben kann), verprochen. Jetzt, wo ich weiß, dass es da draußen wirklich Leser gibt! 😂
      Liebe Grüße,
      Annett

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  4. Liebe Annett, das ist ja traurig zu hören. Ausgerechnet! Ich wünsche erst mal richtige gute Erholung und kreative Ideen für die kommende Zeit. Manchmal wünsche ich mir so sehr mehr Muße, aber ich glaube auf die Dauer hätte ich damit auch ein großes Problem. Das passende kommt bestimmt bald!!! Alles Liebe Moni Wagner

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    • Dankeschön, liebe Moni! Alles in Maßen ist gut, und die viele freie Zeit macht auch nur Spaß, wenn man weiß, wie es danach weitergeht. Ganz liebe Grüße nach Hessen! Annett

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