Licht tanken

Ups – schon Ultimo. Lieblingsmonat schon wieder rum. Jetzt heißt es Licht sammeln und in Farben schwelgen, um uns für die lange graue Zeit zu wappnen.

Die Kürbisse haben wieder Einzug gehalten und lachen uns in tollen Herbstfarben an.

Erntezeit auch im Garten: ich habe die letzten Stängel Pfefferminze geschnitten. Ein Mix aus Apfelminze, Schokominze (schmeckt wie After Eight) und Marrokanischer Minze. Jetzt trocknet sie schön vor sich hin und wandert dann ins Glas. Sommer zum Trinken.


Jetzt werden wir alle zu kleinen Fredericks und sammeln noch Licht, Wärme und schöne Geschichten in unseren Herzen. Gleichzeitig denke ich an alle, die krank oder sehr traurig sind.

Die letzten Sonnenstrahlen locken die Wäsche nach draußen.

Letzte Streicharbeiten. Bevor die Gartenmöbel auf den Dachboden wandern, bekommen sie noch einen neuen Lasuranstrich. Im Frühjahr habe ich dazu sowieso keine Lust, das weiß ich.

Die erste Kerze beim Kaffee angezündet (auch wenn es noch die halb abgebrannte Letzte vom letzten Winter ist, die in der Schublade übersommert hat).

Und die ersten kuscheligen Stunden mit Strickzeug, Krimi und Zeitschrift auf dem Sofa statt auf der Veranda verbracht.

Das Sahnekännchen habe ich im Freibad aus einer „Zu verschenken-Kiste“ adoptiert. Passt das Muster nicht perfekt zum Fetthenne/Fenchel-Sträußchen?

Wenn dich morgens dein Dinkeltoast doppelt anlacht, dann geht die Sonne auf. So ist das mit den guten Dingen, man muss nur hinschauen.

Auch wenn es momentan schwierig ist, die guten Dinge wahrzunehmen – sie sind da. Man kann seine Aufmerksamkeit auf Idioten lenken, die zündeln und Hass säen, man kann aber auch dort hinschauen, wo Menschen Gutes tun und für andere da sind. Menschen, die in Ihrer knappen Freizeit zu Tausenden in ihre Feuerwehrautos steigen und versuchen, im Emsland ein Moor zu löschen, das uniformierte Deppen in Brand steckten, Menschen, die das Unabwendbare abzuwenden versuchen und Bäume im Hambacher Forst besetzen, Menschen, die sich unermüdlich um Nachbarn und Fremde kümmern oder Menschen, die sich rund um die Uhr ehrenamtlich um ver(w)irrte Seelen sorgen… Sie alle sind MEHR!

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2 Gedanken zu „Licht tanken

  1. Sehr schöne Gartenschnappschüsse, und dann die beiden Toastscheiben 😀 und ja, der Geist braucht viel Disziplin… Herbstliche Grüße, Carla

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  2. auch ich muss uns täglich ermahnen – nicht reinziehen lassen in diesen sog aus hass, neid und gemeinheiten…… lieber die energie verwenden um etwas positives zu tun – für und und für andere.
    schön sind deine herbst-impressionen! ❤ xxxxx

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