Das war der Juni

So, das war er schon fast, der Juni – und immer Sommerfeeling pur! Schon der zweite Monat, der sich wie ein ganzer Sommer anfühlt. Zum Monatsende gab es endlich ein paar Tage Regen und damit die ersehnte Auszeit von der Hitze und nun kommt er wieder sonnig-schön um die Ecke. Ich hoffe, der Sommer hat noch genug Puste, um bis Ende August durchzuhalten, wenn wir in den Campingurlaub fahren. Vielleicht müssen wir dann aber auch schon Glühwein einpacken, wer weiß?

Das war mein Gartenmonat Juni:
Das fleißige Mutterkraut ist inzwischen verblüht…

Die Vogelwelt frisst mir die Haare vom Kopf, seit ich mich für das Durchfüttern entschieden habe. Der Lohn fürs Futtertütenschleppen sind Sozialstudien mit Blick aus der ersten Reihe.
Während die Spatzenhorde die Sonnenblumenkerne beim Fressen einfach wild hinter sich wirft und sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnt, picken sich die Meisen ganz vorsichtig ein Körnchen raus und fliegen auf den nächsten Ast, um es in Ruhe zu knacken. Die Grünfinken sind die Bassisten unter den Vögeln – tiefenentspannt bleiben sie auf dem Rand sitzen und futtern in aller Seelenruhe am Trog, gern auch mit einem Kumpel neben sich. Die Amseln interessieren sich überhaupt nicht für die Sonnenblumenkerne. Die Tauben dagegen schon und reißen das Futterhaus fast um beim Landeversuch. Immer was los hier…

Letzte Woche durfte ich ein Vogelleben retten: Irgendwas kruschelte in der Wohnung rum und ich konnte das Geräusch erst nicht richtig orten, bis ich mal die Ofentür öffnete. Darin saß ein kleines Rotschwänzchen, das wohl in den Schornstein geplumpst war. Mit einem Handtuch konnte ich es einfangen und auf der Veranda wieder frei lassen.  Für ein gemeinsames Selfie sei leider keine Zeit mehr, meinte es, und flog davon.

Im Juni bin ich so viel geschwommen, die Wäscheleine kennt meine Badesachen jetzt ganz genau. Ich habe in diesem Monat so viel Sport gemacht wie noch nie (schulterklopf). Nö, kein Gramm abgenommen, aber darauf kommt es ja gar nicht an. Fühlt sich einfach gut an, sich zu bewegen.

Der neue Schleichweg neben der Weide wurde langsam grün, bei der Trockenheit ist Rasen säen keine wirklich schlaue Idee, wenn man nicht ständig mit der Gießkanne danebenstehen will.

Unsere erste Beteiligung am Dorfflohmarkt war ein totaler Reinfall mangels Kundschaft. Vor zwei Jahren beim ersten Dorfflohmarkt konnte man hier vor Menschen kaum treten, diesmal kam kaum jemand vorbei. Schade!

Aber diesen tollen Fund machte ich beim Stand einer Nachbarin: handbemalte Retro-Apfel-Teller.
Ich finde sie wunderschön!

In diesem Monat habe ich auch so viel Salat gegessen wie noch nie. Mangold, Schnittlauch und Salatblätter aus dem Hochbeet gezupft und zack – ist der frischeste Salat schon fast fertig…

Die Kinderstube des Rucola auf der Veranda – lecker!

Endlich Erdbeermarmelade gekocht – was für ein Aroma!

Das wird eine gute Ernte: Der Mirabellenbaum braucht schon Unterstützung, damit der volle Ast nicht abbricht. Das letzte Mal war er 2013 so voll. Freue mich schon auf die Marmelade.

Vorher-Bild unseres Giebels. Die Dachdecker haben nun beide Hausgiebel mit Schiefer verkleidet. Im Alter will niemand von uns da hochkrabbeln und streichen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis!

Nachher:

Noch ein Projekt: Der Schatz hat uns eine Mülltonnenverkleidung gebaut. Ich habe meinen guten alten Zinkkübel mit einer duftenden Rose davor gesetzt.

Trotz der Trockenheit (oder besser Dank meiner unermüdlichen Gießerei) blüht es üppig in den Beeten.

Fenchel und Argentinisches Eisenkraut in trauter Zweisamkeit.

Es ist Stockrosenzeit! Viele sind es nicht, einige sind im Winter kaputt gegangen. Aber neue sind schon ausgesät und gut angewachsen, nächstes Jahr sollte es wieder sehr üppig blühen vor der Veranda…

Der Schatz hat Urlaub und war allein auf Radreise, mehr als 600 km in 6 Tagen (Hellweg und Weserradweg).
Hut ab! (War ich froh, dass ich statt dessen arbeiten durfte.)

Ich kann endlich wieder richtig nah gucken: meine erste -ähemm- Lesebrille! Auch beim nähen super!
Warum hab ich nur so lange damit gewartet?

Die Metamorphose des Allium: Von grün…

…zu lila. Momentan heiß umschwirrt von der Insektenwelt und immer voller Schmetterlinge.

Und zum Schluß hab ich noch ein Fundstück aus dem Büchertausch-Regal:

 

 

2 Gedanken zu „Das war der Juni

  1. gestern schon kommentiert – aber offensichtlich verschwunden……also nochmal.
    das giessen hat sich gelohnt – herrlich siehts aus! und du voll schlau mit der neuen lesebrille 😀 das apfelgeschirr passt super zu dir und deinem häuschen – gratuliere zum schiefergiebel!
    und du hast ja auch dreimaster!
    rührende piepmatzgeschichte, das arme kerlchen hatte ja nochmal glück ❤
    schöne grüsse an alle @ wild carrot mansion! xxxxx

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    • Oh, was passiert da wohl mit den Kommis, wenn die einfach verschwinden? Mysteriös…
      Ja, die Dreimaster hab ich schon ewig, in zwei Farben. Hat mir meine Schwiegermama damals aus ihrem Garten abgesteckt, als wir hier den Garten angelegt haben. Ich mag sie sehr, gerade sind sie wegen der Trockenheit auseinandergefallen.😕
      Liebe Grüsse ins BW- Häuschen!
      Nähe übrigens grad das erste Kleid nach deinem Blusenschnitt😀
      Annett

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