Im Berggarten

Das stand schon lange auf meiner Ausflugs-Wunschliste: Ein Besuch im Berggarten in Hannover. Er ist Teil der Herrenhäuser Gärten, die vor allem wegen des riesigen Barockgartens bekannt sind. Der interessierte mich aber wenig, lieber wollte ich den Berggarten sehen. Er ist ein unglaublich artenreicher und wunderschön angelegter Park, der so gut gepflegt ist,  dass dort vermutlich nachts eine Armee von Heinzelmännchen gärtnert.

Eines Morgens Anfang Juli haben wir ein Niedersachsen-Ticket gezogen und sind mit der Bahn und S-Bahn direkt vors Tor des Berggartens gefahren. Das Wetter: perfektes Sommerwetter.

Die Heinzelmännchen haben ihre Schubkarre vergessen…

Auf diesen Bereich war ich besonders gespannt: der Präriegarten. Diese Verbindung von Gräsern und Stauden ist noch eine relativ junge Gartenform. Ich finde sie wunderschön und sehr entspannend anzusehen. Aber für die perfekte Wirkung ist sicherlich ein weitläufiger Garten mit viel Raum nötig, nix für einen Mini-Garten ums Haus.

Die Heinzelmännchen haben sogar an jede Pflanzenart ein Namensschild angebracht. Sehr informativ!


Tolle Farbkombi, dieses Gelb mit Violett! Dazu graue Diestelkugeln und silbernes Federgras. Perfekt.

Ab einem gewissen Alter ist ja der rechte Weg gleich dem linken, besonders unterwegs. Ich bin jetzt auch in dem Alter, in dem ich unterwegs immer die Umgebung nach WC-Schildern scanne. Nun ja.


Eine Allee mit Mausoleum am Ende gibts auch, hier liegen so manche Welfen-Gebeine, unter anderem auch ein englischer König, Georg der viertelvorzwölfte oder so.

Allerhand exotisches wird im Garten ebenso geboten, wie ein Rhododendron-Garten (mag ich nicht so), eine Heide-Moor-Landschaft und viele tolle Bäume. Die Anlage ist ziemlich alt, es begann 1704 mit einer Maulbeerplantage, dann lebte Kurfürstin Sophie ihren Faible für fremdartige Pflanzen hier aus.


Name hab ich mir nicht gemerkt, aber mal kurz umarmt. Gut, dass Bäume nicht weglaufen können.


Eine Himalaya-Birke mit zarter papierdünner Rinde.

Fast echtes Dschungel-Feeling!

Eine riiiiiiiesige Süntelbuche mit der breitesten Baumkrone, die ich je gesehen habe. Sie hat ein großes Stützgerüst aus Metall.

Wo kann man in einer Großstadt besser in Ruhe seine Zeitung lesen als hier?

Diese komischen Früchte am Baum da musste ich mir mal genauer ansehen.

Auf dem Rückweg noch mal einen Abstecher in den Präriegarten – mein absolutes Highlight im Berggarten.

Das filigrane, im Wind tanzende Federgras über den Stauden hat es mir echt angetan!

Und noch mal kurz rein in eines der schönen Gewächshäuser. Hier das Kanaren-Haus mit meiner Lieblingspflanze aus Urlauben im Süden. Habe ich leider noch nirgends hier kaufen können.

Wer auch mal hinfahren will: Infos zum Berggarten

Sehr empfehlenswert!

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