Gelesen im Januar

Das war er also, der Januar. Das Kalenderblatt zeigt, was wir der Tristesse da draußen vor dem Fenster (matschegrauer Niesel-Griesel) und dem Wahnsinn da draußen in der Welt (Trump) entgegensetzen können:

kalenderblatt-januar

Ich habe eine kleine Zwangspause, weil der große Kelch mit den Erkältungsviren, der auf der Arbeit rumging, doch nicht an mir vorbeigegangen ist, wie ich gehofft hatte. Wenn ich nicht schlafe, dann blättere ich durch Zeitschriften und träume vom neuen Gartenjahr.

Dabei fand ich diese großartige Beet-Idee: ein Meer aus Federgras mit Schokoladen-Kosmeen darin.
„Meins“ – rief sofort die Gärtnerin in mir. Das Wiki erzählte mir, dass diese Kosmeen-Art sich nicht durch Samen vermehrt, sondern durch Wurzeln. Eine Pflanze kostet daher ca. 5 € –  ups! Auch unser fester Lehmboden ist nicht für sie geeignet. Gibt es Alternativen? Bei Keimzeit fand ich eine ebenso schöne dunkelrote einjährige Kosmea, die sich einfach per Samen aussäen läßt. Ich habe auch schon eine Idee, wo das Beet hinkommt. Ist bald Frühling?

federgras-schokoladenkosmee

Bis dahin müssen wir uns also noch in Geduld üben und Gartenbücher anschauen. Aus der Bücherei habe ich dieses Buch schon zum zweiten Mal mitgenommen „Erdbeerglück für Möhrenzwerge“.
Es erklärt auf schöne simple Weise (eben kindgerecht), wie man eigenes Gemüse vorzieht, anbaut, pflegt, und wie man sie in der Küche verarbeitet. Wer ein Geschenk für Kinder sucht, dem sei dies empfohlen.
Ich lese solche Bücher, auch Kinderkochbücher gern, weil ich damit- ehrlich gesagt – schon so manches AHA-Erlebnis hatte. Hier werden Basics vermittelt, die in Kochbüchern vorausgesetzt werden und da ich mich als Kind geweigert habe, kochen zu lernen (Meine Eltern: „Aber du musst doch später was kochen können, wenn du groß bist“ – Ich: „Nein, ich heirate mal einen Mann, der kochen kann“ – das hat natürlich nicht geklappt), fehlt mir ein bisschen Basis-Wissen hier und da, das ich dann in Kinderkochbüchern finde.

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erdbeerglueck-fuer-moehrenzwerge

Aufmerksame Blogleser haben es sicherlich bemerkt, dass ich meine im vergangenen Jahr eingeführte monatliche Rubrik „Gelesen im …“  irgendwann habe einschlafen lassen. Ich kam einfach nicht hinterher, all die gelesenen Bücher zu fotografieren und zu beschreiben. Jetzt versuche ich es mal wieder.
Frisch ausgelesen habe ich Emma Cline „The Girls“. – Einfach großartig! Ein Debüt von einer 1989 geborenen Autorin mit einer Sprache, wie ich sie selten gelesen habe. Im Rückblick erzählt uns die erwachsene Evie, wie sie im Sommer 1969 als gelangweilter Teenager in die Abhängigkeit einer Sekte gerät. Da die Parallelen zu den Charles Manson-Morden sichtbar sind, ahnt man, in welche Katastrophe die Geschichte mündet. Ein unglaublich packender Roman, unbedingt lesen!

p1080946

Etwas leichtere Unterhaltung gab es auch. Beides unterhaltsame, empfehlenswerte Frauenromane.

buecher-januar

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10 Gedanken zu „Gelesen im Januar

  1. gesundheit!
    hier auch influenza…..
    ich weis gar nicht wie ich mit dem garten zurande kommen soll diesjahr – eigentlich hatten wir grosse pläne nach der grossen bauerei letztes jahr – aber das schicksal hat was anderes im köcher……
    gemüsekochen hab ich mir selbst beigebracht – meine mutter kann nicht wirklich kochen jenseits von „garmachen“. und für evtl. fleischgerichte hat mir später ein koch- und wirtschaftsbuch von meiner oma aus den 30ern sehr geholfen – da stehen die ganzen basics drin. auch zum backen u.a..
    auf bücher kann ich mich im moment überhaupt nicht konzentrieren, ich schaff nichtmal ganze filme.
    wünsche dir erfolg mit der zauberhaften beet-idee!!
    xxxxx

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    • Dir auch gute Besserung!!! – Was ist passiert? Wieso machst du dir Sorgen wegen des Gartens? Hab ich was verpasst? Ich hoffe, das Schicksal hat nicht zu hart zugeschlagen!
      Dein Winterrosen-Outfit – der Hammer! Wirklich ungewöhnlich: Cool und zart zugleich, gefällt mir!
      Alles Liebe,
      Annett

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      • Huhu, liebe Annett! Ich schreibe Dir eine Email und bekommen sie postwendend zurück… heul… während ich hier einen ganz frischen Post von Dir entdecke! Also lebst Du noch, wie schön! 🙂 Wie kann ich Dich erreichen und Dich umarmen? Ganz liebe Grüße, Jutta

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    • Hallo Maria,
      bei der Suche nach einer Alternative kam es mir mehr auf die schöne dunkelrote Farbe als auf den Schokoladen-Geruch an. Eine Blume muss nicht nach Schokolade riechen. 🙂
      Eine lokale Tauschbörse für Blumensamen im Frühjahr, darüber denke ich gerade nach. Ich habe so viele Samen gesammelt, aber gar nicht so viel Platz in meinem kleinen Garten. Hast du auch einen Garten?
      Liebe Grüße,
      Annett

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