Eine herbstliche Frau Fannie

Dieses Jahr habe ich das Nähen für mich wiederentdeckt. Ergo bin ich momentan eher in den unendlichen Weiten der Nähblogs als in Gartenblogs unterwegs und komme von diesen Ausflügen meist mit einem Brummschädel angesichts der vielen Inspirationen zurück…

Eine hat es mir besonders angetan: ein Kleid namens Frau Fannie. Weil: es hat Taschen! Wenn ich Kleider trage, weiß ich oft nicht, wohin mit meinen Händen (ganz abgesehen davon, dass ich immer Omma-like das Taschentuch in den Ausschnitt oder unter die langen Ärmel proppen muss). Und seitdem ich die wundervolle Erfindung der „Jerseynadel“ entdeckt habe, kann meine Maschine auch mit elastischen Stoffen umgehen, ohne Fadensalat und wellige Nähte zu produzieren.

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Meine erste Fannie habe ich im Nähkurs genäht und dabei meine alte mechanische Nähmaschine ganz neu kennengelernt. Jetzt darf sie doch noch ein bisschen bleiben, hatte ich doch schon zwischenzeitlich mit einer neuen elektronischen geliebäugelt.

Zum Herbstanfang sollte es eine zweite Fannie aus einem warm-braunen Pusteblumenstoff sein, die Taschen mal anders abgesetzt.

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Fertig! Guckt mal!  – Da war das Problem: Wie soll ich sie Euch zeigen? Auf`m Bügel? Hmm. – Muss ich wohl doch mal meine Kamerascheu überwinden. Puh! Ich kenne niemanden, der auf Fotos doofer guckt als ich – entweder blöd hamsterbäckchenschiebend grinsend oder verkniffen unsicher – dazwischen gibt es kaum Nuancen.
Vielleicht sollte ich mal einen Foto-Posier-Kursus bei der Frau Bahnwärterin belegen, die hat´s richtig drauf!

Hier die Variante: „Ich habe eine Wassermelone den Kürbis getragen“

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Das gefällt mir besser.2016-10-15_2616
Im Sommer habe ich es schon mal mit einem Badezimmerspiegelfoto probiert, als ich meine Schwalben-Tunika genäht hatte. So geht es natürlich auch – muss ich wenigstens nicht in die Kamera gucken…

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Und was ist im Garten so los?

Altweibersommerhaarfäden überall.

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Was von den Tomaten übrig blieb. Jetzt mussten sie endgültig raus. Die Grünen reifen noch im Küchenfenster nach.

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Ein ungewöhnliches Zusammenspiel: Während die Zaunkieker (Topinambur) schon blühen, blüht gleichzeitig noch die Stockrose. Das habe ich auch noch nicht erlebt. Die Stockrosen habe ich dort letzten Herbst neu gepflanzt und sie kamen erst sehr spät im Sommer aus´m Knick, deshalb sind sie wohl immer noch da.

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Erst vor kurzem habe ich mir aus der Bücherei das Kinderbuch über die Maus Frederick geholt. Zum Sommerende wurde Frederick in jedem zweiten Blog zitiert, da musste ich diese Bildungslücke doch endlich mal schließen.
Kurz darauf entdeckte ich ihn im Blumenbeet. Dieser Frederick kann seinen Mäusekumpels nicht mehr von den Farben des Sommers berichten. R.I.P.

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6 Gedanken zu „Eine herbstliche Frau Fannie

  1. Toll sieht sie aus, deine Frau Fannie! Der Stoff hat sowas herbstliches, richtig schön! Ich habe den Schnitt auch schon eine ganze Weile hier liegen und bin auf der Suche nach einem passenden Stoff. Hast du Sweat oder Jersey genommen?
    Liebe Grüße
    Lilly

    PS: Ich mag auch nicht gerne fotografiert werden 🙂

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    • Hallo Lilly,
      Danke! Ich habe normaldünnen Jersey genommen. Mit dickem Sweat habe ich noch keine Erfahrung, das kommt dann mal als nächstes Projekt.
      Dann leg doch mal los und zeig uns deine Fannie, wenn sie fertig ist. Bin schon gespannt…
      Liebe Grüße,
      Annett

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      • In zwei Wochen ist hier Stoffmarkt und dann werde ich wohl einen Stoff finden und endlich loslegen 🙂
        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
        Lilly

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  2. och ja – die maus. hier finde ich ja dauernd welcher – mehr oder weniger angefressen von fräulein lisbeth….

    ich weis gar nicht was du hast! sehen doch grossartig aus deine bilder von dir und dem neuen kleid! super idee mit dem kürbis! übrigens schöne farben für dich!
    danke für die lobreiche erwähnung! 🙂
    taschen kommen in alle meine selbstgenähten fummel, und manchmal mache ich sogar welche in fertig (vintage) gekaufte röcke!
    freu mich dass du das nähen wiederentdeckt hast!!
    btw. – ich würde mir niemals eine elektronische nähmaschine kaufen!
    alles liebe! xxxxxx

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    • Oh- Vielen Dank für deine Motivation! Da bin ich wohl auf dem richtigen Weg.-
      Du bleibst also auch bei der mechanischen Technik, auch als Profi, das ist interessant…
      Liebe Grüße,
      Annett – (aus dem Ostseeurlaub zurückgekehrt)

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      • @technik: gerade weil ich profi bin brauche ich den ganzen schnickschnack aka elektronik nicht. alles sollbruchstellen. und haste mal ein professionell hergestelltes teil mit so albernen ziernähten gesehen? also.
        eine mechanische nähmaschine kann ich ausserdem selbst warten – nur beim zahnriemen-wechseln habe ich mal wirklich einen mechaniker gebraucht – aber der „kommt“ nur alle 50 jahre.
        ich schwöre ja auf alte industrie-eisenschweine von textima! pfaff dagegen ist nicht zu empfehlen – die schwächelten auch schon immer in der bude in der ich gelernt hatte – dabei wurden die für teuer devisen eingekauft – totale fehlinvestition.
        alte metallversionen der textima-heimmarke veritas sind auch prima – wie die aktuellen veritas sind kann ich nicht sagen……
        overlock – immer bernina!
        xxxx

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