Harvest

Nein, Rilke ist immer noch nicht dran mit …leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren und auf den Fluren lass die Winde los – es ist nämlich immer noch Der Sommer war sehr groß. angesagt! Der Sommer in unserer Gegend hier war und ist wirklich groß – viele, viele Sonnentage durften durchgeschwitzt werden. (Zweiflern halte ich immer meinen Wandkalender unter die Nase, auf dem ich jeden Abend die Temperaturen und das Wetter des Tages in Symbolen notiere. Erinnerung und Statistik klaffen meist weit auseinander.)

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Es ist Zeit der Kontraste: Es wird früh dunkel, aber die Sommerabende sind noch kuschelig warm. La Dolce Vita-Gefühl beim abendlichen Radeln durch den Ort. Yogakurs auf der Gartenwiese. Volle Straßencafés und Grillgeruch. Und das bei braunen Blättern an den Bäumen und zwei Wochen nach Herbstbeginn. Supa! Ich bin noch voll im Sommer-Modus, obwohl ich die Herbstzeit mit allem Drum und dran liebe. Die kann aber gern noch warten.
Das Marketing im örtlichen Supermarkt kann sich nicht entscheiden, ob es die Wassermelone oder die Kürbisse nach vorne rücken soll und die Mandelprinten schmelzen bei sonnigen 32 °C, bevor sie in den Mund wandern.
Die habe ich mir aber auch verdient nach der neunstündigen Wahlhelfer-Schicht am gestrigen Sonntag. Um 22 Uhr erst hatten wir die letzten Stimmzettel der vier Wahlen ausgezählt und ich war wirklich am Ende.

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Der Rucola ist ein mitfühlendes Kraut und hing auch ein bisschen mit durch heute.

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Dafür steht Herr Mangold wie eine Eins! Nach der Dusche.

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Fette Beute! Auf der Streuobstwiese, die wir vor vielen Jahren mal als freiwillige Helfer mit angepflanzt hatten, lagen diese Prachtexemplare im Gras. Das ist doch Mundraub, oder?

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Diese Roten sind besonders lecker, nur ganz leicht säuerlich und wunderbar saftig. Aber ganz schön klein.

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Da bleibt beim Schälen nicht viel übrig. Es gab Appelmus!

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Die Kornelkirschen wollte wieder mal keiner. Nicht mal unsere gefiederten Freunde. Da zieht sich einem aber auch der Schnabel zusammen, so sauer sind die, wenn sie noch nicht absolut reif sind. Und wenn sie endlich reif sind, dann sind sie vertrocknet oder liegen auf dem Boden. Dann erst schmecken sie aromatisch und ganz gut, wie ich todesmutig im Selbstversuch herausgefunden habe. Aber meine Lieblings-Frucht wird sie nicht.

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Das Verhältnis von Kern und Frucht ist nicht besonders ausgewogen und ich scheue die Friemelarbeit, die Kerne da rauszukriegen, um Marmelade draus zu kochen.

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Bin ich froh, dass ich die Tomaten vor dem Urlaub doch nicht rausgerissen habe! Da geht noch was…

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Putzige kleine Tannenbäumchen? – Nein das ist Sternwurz. Meine diesjährige Neuentdeckung beim Blumendealer.

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Der Jasmin im Topf hat plötzlich beschlossen, eine Urwaldpflanze zu werden und umrankt nun sehr malerisch unseren Briefkasten. Mal schauen, wann der Postbote eine Machete am Gürtel trägt.

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Und was hab ich im Supermarkt gekauft? Doch schon einen Hokkaido für im Ofen gebackene Kürbisspalten (gibt es aber erst nach der Hitzewelle) und in der Büchergrabbelkiste konnte ich diesen Flanellhemd-Jungs nicht wiederstehen. Ja, ich weiß, es ist ziemlicher Trash, aber wer sagt denn, dass das Leben nur aus gutem Geschmack bestehen muss?

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2 Gedanken zu „Harvest

  1. haha – da ist sie wieder – unsere vorliebe für ungewaschene kerle 😉
    das wetter ist wirklich unglaublich! jeden tag sonne satt und das seit wochen! und dabei muss ich kaum giessen weil in den langen und kalten nächten so viel tau fällt. unser tal ist morgen immer mit dickem nebel gefüllt durch den sich die sonne malerisch kämpft…..
    im moment widerstehen wir noch den verlockungen der kürbisse – und der pfefferkuchen.
    für so „krieplische“ äppel ist die flotte lotte ein segen – ich viertel sie nur, stiel&blüte ab und schlechte stellen weg – dann mit schale und gehäuse weichkochen – durch die lotte drehen – maximale ausnutzung – kerne, spelzen und schalen bleiben in der lotte zurück. hab ich natürlich von oma, die jeden herbst unmengen fallobst-appelmus produziert hat – schön sauer immer 🙂
    wahlhelferin. hut ab!
    geniess die letzten sommertage – mindestens genauso wie ich!
    xxxxxx

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    • Das Wort „Pfefferkuchen“ hab ich ja lange nicht mehr gehört! Ja -jetzt erinnere an mich an Pulsnitzer Pfefferkuchen, die wir in Dresden immer gegessen haben, die waren gut.
      Der Tipp mit der Flotten Lotte ist ja genial!!! Ich kannte die Lotte zwar, aber nicht den Trick, die Schale und Griebsche mitzukochen. Einen Drücker für die Oma und dich! Morgen muss ich gleich ein Lottchen kaufen, ich hab die im Raiffeisenmarkt um die Ecke neulich liegen sehen.
      Genieß die tollen Sonnenauf- und untergänge, mit Bergkulisse sicher noch mal so schön…
      Bald ist Vollmond – Harvest Moon!
      Liebe Grüße nach Sachsen,
      Annett

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