Erntemond

Die Luft riecht schon wie im September und das erste Laub raschelt unter den Jummistiefeln – dieses Jahr ist alles früher, so auch der Herbstanfang. Obwohl wir noch August haben, fühlt es sich an wie Mitte September. Mir solls recht sein, ich liebe den September!

Hokkaido

Dieses Pracht-Exemplar von einem Hokkaido war ein Geschenk und nachdem wir ihn (auch wegen seiner putzigen Blüten-Kappe) eine Woche lang als Deko-Objekt missbraucht haben, kam er in die Suppe.

 

schnippeln-fuer-kuerbissuppe

Es ist das September-Ritual: die alljährliche Kürbis-Orangen-Suppe. Super lecker, aber wenn ich einen Kürbis mühsam kleingeschnippelt habe, reichts mir erst mal. Deshalb gibt es immer nur genau EINMAL Kürbissuppe im Jahr.

rezept-kuerbissuppe

Und so einfach wird sie gemacht: das bewährte Rezept.

 

kuerbissuppe

Und so lecker orange guckt sie dann aus dem Topf. Noch mal beherzt ins Gewürzregal gegriffen, und schon kann das Kürbissuppeessen losggehen.

 

Außerdem bin ich dieses Jahr im Marmelade-Koch-Wahn. Nach jeder Einkoch-Aktion sage ich mir, das war´s jetzt, aber dann lachen mich wieder irgendwo Früchte an und ein paar leere Gläser stehen auch noch auf dem Dachboden… Wer weiß, wie lang der Winter wird (meint das Eichhörnchen), da sollte ein ordentlicher Vorrat für verschneite Sonntags-Frühstücke parat stehen.

hausszwetschge

Mein Pflaumenbaum hängt voll, aber leider haben sich in fast alle Früchte ein paar kleine Mitesser eingenistet – bäh! Bei jedem Windstoß fallen welche runter. Also ab in die Jummistiefel und Laub und Früchte zusammenharken.

zwetschgenhaufen

 

marmelade-2014

Das ist die Auslese der diesjährigen Obstsorten-Crossover-Kollektion. Ein paar Pflaumen ohne Untermieter konnte ich doch rausfischen und so entstand ein Mix aus Aprikose, Pflaume und Mirabelle. Allerdings ist das Rezept nur was für Süßsschnäbel.
Eine sehr leckere Überraschung war die spontan entstandene Aprikose-Kumquat-Marmelade. Die kleinen Früchtchen aus Südafrika liefen mir in der real-Obstabteilung über den Weg und bringen eine apart zitronige, aber überhaupt nicht bittere Note in die sonst eher süße Aprikosen-Marmelade.

 

 

rucola-aussaat

Die erste Charge vom Rucola ist bereits abgefuttert und ich habe noch mal eine neue Aussaat gemacht. Lieber in kleine Töpfe, die kann ich dann vielleicht bei frühem Wintereinbruch ins Küchenfenster stellen.

 

 

blumensamen-trocknen

Außerdem sorgt die kluge Gärtnerin vor und sammelt fleißig Blumensamen. Zum Aufbewahren haben sich Butterbrottüten aus Papier hier bewährt. Sie sind luftig genug, so dass nichts schimmelt und man kann sie prima beschriften.

 

 

birne-conference

Die Birnen sind auch bald soweit, dass man reinbeißen kann, ohne um seine kostbaren Kronen zu fürchten. Ähem… das mit der Foto-Scharfeinstellung muss ich noch mal üben, aber was ich zeigen wollte, ist die Höhe, in der diese Birne hängt. Sie hängt an einem Ästchen genau in meiner Kopfhöhe und es laufen erste Wetten, wann ich gedankenversunken dagegenlaufe und mir eine Birnen-Beule hole…

 

 

ziergräser-vor-fenster

Vor dem Schlafzimmer-Fenster wiegt sich das schöne China-Schilf hin und her. Es ist sehr entspannend, ihm aus dem Bett heraus dabei zuzugucken.

 

Die Tomaten-Ernte ist zwar noch etwas zögerlich, aber ein paar haben wir schon verputzt. Hier ein kleiner Abriß in Tomatologie aus dem Wilde-Möhre-Garten 2014:

tomate-ida-gold

Diese Sorte ist unsere leckerste Neuentdeckung des Jahres: Ida Gold. Sie hat eine appetitlich orange Farbe und ist mild und süß! Jam, jam. Das Highlight des letzten Grillens: Ida Gold halbiert in Olivenöl und mit Kräutern auf Alufolie auf den Grill gepackt. Da haben sich alle drum gekloppt.

 

 

tomate-vesennij-mieurinskij

Diese Cocktailtomate ist seit Jahren unser erklärter Liebling. Den sperrigen Namen Vesennij Mieurinskij kann ich trotz Russisch-Kenntnisse nicht ohne Knoten in der Zunge aussprechen und für das Schild am Anzuchttopf ist er auch viiiiiel zu lang. Deshalb nenne ich sie schon immer schlicht und einfach „Russe“ (keine Ahnung, ob der Namensgeber wirklich Russe ist und wer er überhaupt war. Konnte ich noch nicht herausfinden). Der Samenlieferant Dreschflegel lockte mich damals mit dem Wort „Suchtgefahr“ in der Beschreibung, zu Recht. Sie schmeckt süß und hat fast keine Säure. Am liebsten packe ich sie in Aufläufe aller Art, da ich Tomaten nur warm mag.

 

 

tomate-yellow-submarine

Die haben wir dieses Jahr auch ganz neu: Yellow Submarine. Sie hat eine schöne satt-gelbe Farbe, ist niedlich und läßt sich mit einem Haps essen. Und das beste: es sind gaaaaanz viele kleine U-Boote am Strauch, da können wir also bald ganz viele Hapse machen.

 

 

tomate-rote-zora

Zugegeben: Die habe ich wieder nur wegen des Namens gekauft. Die Rote Zora war eines meiner Lieblings-Kinderbücher. Die Pflanze wucherte wie wild und wuchs weit über den Tomatenstab hinaus. Alles Anbinden am Fensterladen dahinter half nichts, sie knickte leider ab. aber ein paar Früchte hat sie noch. Der Geschmack: gut, jedoch kein Highlight. Läßt sich aber wegen der länglichen Form sehr gut in Scheiben schneiden.

 

 

lampionblume

So, Schluss mit der Tomatologie. Hier kommt auch noch was schönes Rotes: die Lampionblume. Wuchert das ganze Jahr über unauffällig vor dem Mülltonnenplatz rum und enthüllt jetzt ihre wahren Schätze: die hübschen roten Lampions. Und die machen sich gut als Deko:

lampionblume-deko

 

Und zum Schluß wagen wir noch ein gemütliches Tänzchen in den Erntemond mit  „Harvest Moon“ des von mir hoch geschätzten Neil Young:

 

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