Offene Gartenpforte mit Lavendelfeld

In diesem Sommer kiekte ich schon über viele Gartenzäune bei der Aktion „offene Gartenpforte“ und stelle fest: Während man früher einfach nur private Gärten besichtigte und es maximal eine Brause oder Kaffee und Erläuterungen der Gartenbesitzer gab, haben sich diese Termine inzwischen zu richtigen Events gemausert.
Riesige Kuchenbuffetts, angeheizte Grills und Lagerfeuer oder exotische Speisen werden geboten, selbst gemachte Kunstwerke präsentiert und verkauft, Kunstwerkstätten und die Wohnhäuser selbst können besichtigt werden, Feng-Shui-Beraterinnen erläutern energieoptimierte Gartengestaltung, man kann lernen, wie man mit der Einhandrute den besten Pflanzplatz findet, Jazzbands spielen auf und dergleichen mehr…
Ein Tummelplatz für Selbstdarsteller.

Seit ich eine Broschüre der Hildesheimer Gartenpforten mit wirklich interessanten Ankündigungen in die Finger bekam, sind wir eher mal in diese Richtung unterwegs, so wie hier in Groß Himstedt.
Angekündigt war ein Mediterraner Lavendelgarten. Na, der konnte sich sehen lassen.

Hinter den Lavendelfeldern glänzten die Oldtimer des Gärtners in der Sonne.


Eine sehr schöne Staudenrabatte und davor ein SCHWIMM-Teich! Oh, wie toll. (Obwohl wir fanden, dass er sehr, sehr flach aussah, da darf man wohl keinen Bauch haben)

Der Hausherr lud zu einer Hausbesichtigung ein. Viel Kunst von Reisen in alle Welt an den Wänden, urig eingerichtet, mit tollem Kaminofen- hat uns gefallen.
Er erzählte die Geschichte des Hauses: Alle Balken hat er von einem Abrißhaus gerettet und markiert. Dann lagerte er das Hausskelett viele Jahre in eine Scheune  ein, bis er dieses Grundstück fand und es hier selbst wieder aufbaute. Da war er schon um die fünfzig. Hut ab!